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Alles über die Norm ISO 26000 und ihren Bezug zur CSR

Méthodologie

CSR und die Norm ISO 26000 sind zu tragenden Säulen für Organisationen geworden, die sich ihrer Wirkung bewusst sind.

Vincent Mory12. November 2023

Die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, im Englischen Corporate Social Responsibility oder CSR, und die Norm ISO 26000 sind zu tragenden Säulen für Organisationen geworden, die sich ihrer Wirkung auf die Gesellschaft bewusst sind. Beide Begriffe wirken zunächst komplex, doch sobald man sie aufschlüsselt, wird ihr Nutzen deutlich.

Sehen wir uns diese zwei Konzepte an, die das heutige Umfeld nachhaltigen und ethischen Wirtschaftens prägen: was sie wirklich bedeuten, warum sie wichtig sind und wie sie zusammenspielen.

Den Blick auf CSR und ISO 26000 freilegen

CSR: ein Bekenntnis zu einer nachhaltigen Zukunft

CSR ist der Ansatz, bei dem Unternehmen soziale, ökologische und wirtschaftliche Belange in ihre Aktivitäten und in den Umgang mit ihren Stakeholdern einbeziehen. Wer CSR ernst nimmt, bleibt nicht bei der Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften stehen, sondern geht weiter und arbeitet daran, negative Wirkungen zu verringern und positive Wirkungen auf Gesellschaft und Umwelt zu erhöhen.

Das ist ein weitreichendes Bekenntnis zu besserer Governance, mehr Transparenz und mehr Verantwortlichkeit. Es zahlt sich für das Unternehmen konkret aus, vor allem bei Reputation, Mitarbeiterbindung und finanzieller Leistung.

Die Norm ISO 26000: ein Leitfaden für wirksame CSR

ISO 26000 ist eine internationale Norm mit Leitlinien für jede Art von Organisation, ob Unternehmen, Behörde oder gemeinnützige Einrichtung, die gesellschaftlich verantwortlich handeln will. Sie vergibt keine Zertifizierung, sondern bietet einen Bezugsrahmen, mit dem Organisationen ihre sozialen und ökologischen Wirkungen erkennen und steuern können.

ISO 26000 deckt ein breites Spektrum ab, von Menschen- und Arbeitsrechten über den Umweltschutz bis zur Korruptionsbekämpfung. Sie ermutigt Organisationen, CSR aktiv anzugehen, Nachhaltigkeitsprinzipien in die Unternehmensstrategie einzubauen und vertrauensvolle Beziehungen zu ihren Stakeholdern aufzubauen.

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Der Zusammenhang zwischen CSR und ISO 26000

CSR und ISO 26000 hängen eng zusammen. Die Norm liefert den Rahmen, um belastbare und wirksame CSR-Praktiken umzusetzen. Sie hilft Organisationen zu verstehen, was gesellschaftliche Verantwortung tatsächlich bedeutet, und diese Grundsätze in konkretes Handeln zu übersetzen.

Wer den Leitlinien der ISO 26000 folgt, kann eine schlüssige und wirksame CSR-Strategie entwickeln, die den Erwartungen der Stakeholder entspricht, Gesetze und internationale Normen achtet und zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG) beiträgt.

Die CSRD entmystifiziert

Die CSRD: ein neuer Horizont für die Unternehmensberichterstattung

Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) ist eine Richtlinie der Europäischen Union, die Qualität und Umfang der von Unternehmen veröffentlichten Nachhaltigkeitsinformationen verbessern soll. Sie verpflichtet Unternehmen, über ihre Nachhaltigkeitsleistung zu berichten, einschließlich sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Wirkungen sowie ihrer Governance und ihrer Nachhaltigkeitsstrategie.

Die CSRD will gleiche Bedingungen für alle Unternehmen schaffen, indem sie sicherstellt, dass alle Stakeholder Zugang zu vergleichbaren und verlässlichen Informationen über die Nachhaltigkeitsleistung haben. Investoren, Kunden und weitere Beteiligte können dadurch fundiert entscheiden, und Unternehmen werden angehalten, ihre Leistung fortlaufend zu verbessern.

Wie die CSRD die CSR prägt

Die CSRD wirkt auf mehreren Wegen auf die CSR. Zum einen bringt sie Unternehmen dazu, Nachhaltigkeit strategischer und integrierter anzugehen, indem CSR in geschäftliche Entscheidungen einfließt und die Nachhaltigkeitsstrategie an den Unternehmenszielen ausgerichtet wird.

Zum anderen drängt sie Unternehmen zu mehr Transparenz und Verantwortlichkeit, weil sie detaillierte Angaben zur Nachhaltigkeitsleistung verlangt. Stakeholder verstehen die Wirkung des Unternehmens auf Gesellschaft und Umwelt dadurch besser und können sein Engagement einschätzen.

Die Rolle der ISO 26000 bei der Umsetzung der CSRD

ISO 26000 spielt bei der Umsetzung der CSRD eine Schlüsselrolle. Sie bietet einen Rahmen, um soziale und ökologische Wirkungen wirksam zu erkennen, zu steuern und zu kommunizieren, und genau das verlangen die Anforderungen der CSRD.

Wer den Leitlinien der ISO 26000 folgt, kann eine belastbare und transparente CSR-Strategie entwickeln und seinen Stakeholdern belastbare Informationen liefern.

CSR-Labels: ein Pfund für die Anerkennung Ihres Engagements

CSR-Labels: ein greifbarer Nachweis Ihres Nachhaltigkeitsengagements

CSR-Labels sind Zertifizierungen unabhängiger Stellen, die Engagement und Leistung eines Unternehmens im Bereich CSR bestätigen. Sie machen den Aufwand offiziell sichtbar, den ein Unternehmen für gesellschaftlich verantwortliches und nachhaltiges Handeln betreibt.

Ein CSR-Label kann viele Vorteile bringen: bessere Reputation, mehr Vertrauen der Stakeholder, Anziehungskraft auf nachhaltigkeitsorientierte Investoren und Kunden sowie einen Wettbewerbsvorteil im Markt.

Der Weg zu einem CSR-Label

Der Weg zu einem CSR-Label hängt vom jeweiligen Label und von der Zertifizierungsstelle ab. In der Regel steht am Anfang eine ausführliche Bewertung der CSR-Leistung des Unternehmens, samt sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Wirkung, Governance, Nachhaltigkeitsstrategie und Kommunikation mit den Stakeholdern.

Erfüllt das Unternehmen die Kriterien des Labels, erhält es eine Zertifizierung, die seine CSR-Leistung bescheinigt. Diese Zertifizierung muss meist regelmäßig erneuert werden, wodurch das Unternehmen die CSR-Standards dauerhaft einhalten muss.

Wie ISO 26000 und die CSRD den Weg zum CSR-Label erleichtern

ISO 26000 und die CSRD können beim Erlangen eines CSR-Labels eine wichtige Rolle spielen. ISO 26000 liefert den Rahmen, um wirksame CSR-Praktiken zu entwickeln und umzusetzen, was die Chancen auf ein Label erhöht.

Die CSRD wiederum hält Unternehmen zu mehr Transparenz und Verantwortlichkeit in der Nachhaltigkeitsberichterstattung an, was Glaubwürdigkeit und Ansehen im Bereich CSR stärkt und die Aufmerksamkeit der Zertifizierungsstellen weckt.